Markgraf Waldemar der Große (1308 - 1319) von Brandenburg war ein offenbar sehr populärer Kurfürst in der Mark, denn es gab in späteren Jahren noch den Versuch eines „falschen Waldemar", die Herrschaft im Land zu errichten - siehe dazu: viewtopic.php?p=76653&sid=1fa345f9f8df1 ... d95#p76653
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Textzitat in voller Länge:
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»Markgraf Waldemar der Große (ca. 1280–1319)
Waldemar der Große steht für den Höhepunkt der askanischen Herrschaft in der Mark Brandenburg und dem norddeutschen Raum.
Er war en Sohn Markgraf Konrads I. aus der Johanneischen Linie. Mit seinen Onkeln war zunächst Mitregent des fragmentierten Brandenburg. 1308 übernahm er die alleinigen Regierungsgeschäfte, indem er durch geschickte Vormundschaften – unter anderem über Johann V. aus der Ottonischen Linie – die gesamte Mark unter seiner straffen Führung vereinte.
Politische Leitlinien und Expansion
Seine Herrschaft war geprägt von einer kompromisslosen Vergrößerung des Territoriums. Waldemar verstand es, diplomatische Finessen mit militärischem Nachdruck zu verbinden:
Territorial erwarb er Herrschaften Gartz und Vierraden sowie Teile der Nieder- und Oberlausitz.
Der Vertrag von Soldin von 1309 war ein diplomatischer Geniestreich, bei dem er die brandenburgische Ansprüche auf Pommerellen mit Danzig an den Deutschen Orden verkaufte, und sich dadurch einem langwierigen Konflikt mit dem wiedererstarkenden Polen entziehen konnte.
In der Reichspolitik war er ein einflussreicher Kurfürst und fungiere 1314 als „Königsmacher“ bei der Wahl Ludwigs des Bayern zum römisch-deutschen König.
Das Ende der askanischen Ära
Waldemars plötzlicher Tod im August 1319 in Bärwalde bildete die entscheidende Wegmarke und dynastische Sackgassen für das Schicksal des Landes. Da er kinderlos blieb, folgte ihm lediglich sein minderjähriger Neffe Heinrich II. („das Kind“), mit dessen frühem Tod schon im Folgejahr die märkische Linie der Askanier im Mannesstamm erlosch.
Sein Beiname „der Große“ reflektiert nicht nur seine reale Machtfülle, sondern auch die rückblickende Anerkennung einen Abschnitt innerer Stabilität und äußerer Geltung, die nach 1320 in eine hundert Jahre währende Phase der Instabilität unter wechselnden Dynastien mündete.«
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Markgraf Waldemar der Große (1308 - 1319) von Brandenburg
Moderator: Barbarossa
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