Kleopatra - mit Macht und Eros

Informationen über das Imperium der Pharaonen am Nil (Lexikon)

Moderator: Barbarossa

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dieter
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Leben und Lieben der letzten Pharaonin
Sie befehligte Heere und ließ Kriegsschiffe bauen. Sie witterte Verrat und schaltete Rivalen aus, sprach mindestens neun Sprachen, empfing Diplomaten und verhandelte mit Königen. Doch zur Legende wurde Ägyptens letzte Phraonin, weil sie angeblich die größte Verführerin der Antike war.
Die ägyptische Königin Kleopatra war nicht nur eine Meisterin der Selbstinszenierung. Mit Intelligenz und Willensstärke verstand sie es, die mächtigen Römer ihrer Zeit für sich zu gewinnen.
Quelle: http://www.zdf.de
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Von Friederike Haedecke:
Ihre Geschichte liefert Stoff für unzählige Romane und Filme, sie ist Heldin von Comics und Hauptfigur von Videospielen. Mythos Kleopatra - ihr Aussehen ist in der Vorstellung der Welt verschmolzen mit jenen der jungen Elisabeth Taylor, die in gleichnamigen Monumentalfilm von 1963 die ägyptische Königin einzigartig verkörperte. eine betörende Schönheit von exotischer Undurchschaubarkeit. Tatsächlich war sie wohl gar nicht so außergewöhnlich anmutig. Ihre Attraktivität beruhte vielmehr auf ihrer Intelligenz und Willensstärke. Sie setzte sich ein, um die mächtigen Römer ihrer Zeit für sich zu gewinnen.
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Kleopatra ( etwa 69 - 30 v. Chr.)
Kleopatra VII. ist die Tochter Ptolemaios XII. Neos Dionysos. Wer die Mutter war ist unklar. Zwei ihrer Brüder waren zeitweise Ehepartner und Mitregenten. Sie selbst hatte vier Kinder, eines von Julius Cäsar und drei mit Marcus Antonius. Nachdem sie und ihr geliebter Marcus Antonius den Krieg gegen Octavian verloren hatten, nahm sie sich im August 30 v. Chr. das Leben.
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Wirkungsstätte
Bildung
Männer

48 v. Chr. begann ihre Liebesbeziehung mit Caesar. Die Verbindung mit dem gefeierten Feldherrn, dem sie einen Sohn schenkte, bewahrte Ägypten vor der totalen Vereinnahmung durch das römische Reich, Im Juni 46 v.Chr. folgte Kleopatra mitsamt ihrem Geliebten nach Rom - es muss damals gegenüber Alexandria wie ein Provinznest angemutet haben. Der Wechsel von ihrer prächtigen Heimatstadt an den Tiber kam der Umzug in eine kulturelle Einöde gleich. Doch die kämpferische Königin verstand es, aus dem Mangel an gesellschaftlichen Esprit Vorteile zu schöpfen. Sie lud Roms Schickeria in ihr Haus ein, führte ihr vor Augen, wie opulent man in ihrer Welt zu leben verstand. Die Römerinnen bestaunten ihren Schick und schauten bei ihr Frisur und Mode ab. In wenigen Monaten avancierte Kleopatra zur Trendsetterin der römischen Gesellschaft. Beachtet war sie - aber sicher nicht beliebt und vor allem mit Neid und Missgunst bedacht.
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Für eine römische "matrona" musste Kleopatras Lebensstil eine pure Provokation darstellen.. Sie führte ein selbstbestimmtes Leben, wie es für eine Römerin kaum denkbar erschien. Sie nahm sich, was sie wollte, und bedeutete - zumindest aus der Sicht ihrer Zeit - Macht und Sex. Dass sich hinter der lasziven Verführerin eine klar kalkulierente Politikerin verbarg, der es immerhin gelungen war, die Eigenständigkeit des Landes zu behaupten., erschloss sich nur wenigen Zeitgenossen, Im März 44 v. Chr. musste Kleopatra miterleben, wie Caesar von seinen politischen Gegnern im Senat ermordet wurde. Wie die ägyptische Königin auf die Todesnachricht reagierte, ist nicht überliefert. Die Tragweite des Geschehens ging weit über die persönliche Tragödie hinaus. Sie hatte keinen Schutzherrn mehr und ihr Sohn verlor seinen Vater, schwebte selbst in akuter Gefahr, Kleopatra musste mit ihm nach Alexandria zurückkehren. Ihr Traum von einer römisch-ägyptischen Dynastie war zerplatzt.
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Im Ringen um die Nachfolge Caesars wurde Feldherr Marcus Antonius der Osten des Römischen Reiches zugesprochen. Hier traf er auf Kleopatra. Und wie Caesar erlag er ihren Charme. Antonius war nicht nur ein erfahrener Militär und selbstbewusster Soldat, er wusste auch die angenehmen Seiten des Lebens zu schätzen. Die Liebesgeschichte der beiden, aus der drei Kinder hervorgingen, bietet seither Stoff für Dramen und Romane. Den Feldherr und die Pharaonin verbanden aufrichtige Leidenschaft, aber auch politische Ziele. Rom und Ägypten waren Schwergewichte, wie diese im Verhältnis zueinander standen, war von weitreichender Bedeutung. Antonius baute mit Unterstützung des Reiches am Nil seine Machtstellung im Osten aus. Kleopatra kehrte zurück auf die Bühne der großen Politik.
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Es drohte Krieg um die Macht im Römischen Imperium. Cäsars Adoptivsohn Octavian eröffnete den Schlagabtausch mit wenig schmeichelhafter Propaganda, nannte Kleopatra verächtlich die "Hure vom Nil", die nichts anders im Sinn habe als römische Feldherrn gegen ihre Heimat aufzuhetzen. Sie hingegen fürchtete den Würgegriff Roms nach dem eigenen Land, sah in der Macht am Tiber die Gefahr für ihr Königreich. In der Schlacht von Actium 31 v. Chr. sollte die Entscheidung fallen. Zwar gelang es Antonius und Kleopatra einen Großteil ihrer Streitkräfte und die Kriegskasse zu retten, doch ließen die Octavianer den offenen Ausgang des Seegefechtes als ihren Sieg verkünden.
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In den folgenden Monaten kehrten Truppen des Antonius ihrem Befehlshaber den Rücken und liefen größtenteils zu den Gegnern über. Die Propaganda gegen die "böse Pharaonin" hatte Wirkung gezeigt. Antonius sah keinen Ausweg mehr, beging schließlich Selbstmord. Auch Kleopatra setzte ihrem Leben ein Ende. Wie dramatisch sich der Schlussakt wirklich abspielte, ist umstritten. Ihr symbolträchtiger Tod durch den Biss einer Kobra ist wohl Legende. Wahrscheinlich kam sie durch einen Gifttrunk ums Leben.. Als die Pharaonin mit 39 Jahren starb, endete ein Leben voller Triumphe und Niederlagen, voller Leidenschaften und Brüche. Mit ihr ging ein Reich unter, das Jahrtausende Bestand gehabt hatte.
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Barbarossa
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Oft werden die Ptolemäer gar nicht mehr als "Pharaonen" bezeichnet, sondern "nur" als "Könige". Hintergrund könnte die ausländische Herkunft der Dynastie sein.
Aber was ist nun korrekt? Oder ist das eigentlich egal?
Die Diskussion ist eröffnet!

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dieter
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Lieber Barbarossa,
natürlich waren sie Eroberer. Sie waren ja einmal Makedonen gingen in die ägyptische Gesellschaft ein, wie die Mandschus in die chin. Gesellschaft. :wink: Sich selbst werden sie sich als Pharaonen bezeichnet haben. :wink:
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ehemaliger Autor K.

Barbarossa hat geschrieben:Oft werden die Ptolemäer gar nicht mehr als "Pharaonen" bezeichnet, sondern "nur" als "Könige". Hintergrund könnte die ausländische Herkunft der Dynastie sein.
Aber was ist nun korrekt? Oder ist das eigentlich egal?
Das Wort Pharao wird vermutlich wohl vor allem von den Ägyptologen verwendet (teilweise auch in der Bibel) und die meinen damit die Person, die das Herrscheramt ausübt. Es ist dabei gleichgültig, ob der Herrscher aus Ägypten selbst oder aus einem anderen Land stammt. Laut Wikipedia hat sich erst Thutmosis III als Pharao bezeichnet, ansonsten wurden für die Person des Herrschers andere Bezeichnungen gewählt. Für die meisten Ägyptologen sind auch die Ptolemäer Pharaonen. Die ausländische Herkunft spielt für sie keine Rolle. Vorher hatten ja auch schon Herrscher aus Nubien das Land regiert, die ebenfalls als Pharaonen bezeichnet werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pharao
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dieter
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Lieber Karlheinz,
Danke für diese Aufklärung. :)
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Holger1969
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Barbarossa hat geschrieben: 10.12.2013, 17:29 Oft werden die Ptolemäer gar nicht mehr als "Pharaonen" bezeichnet, sondern "nur" als "Könige". Hintergrund könnte die ausländische Herkunft der Dynastie sein.
Aber was ist nun korrekt? Oder ist das eigentlich egal?
Stimmt, die Ptolemäer stammten aus Makedonien: "Die berühmteste Kleopatra aller Kleopatra`s und aller Zeiten ist die ägyptische Kleopatra VII. Diese Kleopatra ist weltberühmt, weil sie als Gemahlin des Gaius Iulius Caesar überliefert wird und nach dessen Ermordung die Geliebte des Marcus Antonius wurde. Die ägyptische Kleopatra VII. gilt als letzte Königin des ägyptischen Ptolemäerreiches und zugleich als letzter weiblicher Pharao. Datiert wird die ägyptische Kleopatra VII. Philopator (altgriechisch Κλεοπάτρα Θεά Φιλοπάτωρ) auf * 69 v. Chr. in Alexandria; † 12. August 30 v. Chr.

Der Name Kleopatra stammt nicht aus Ägypten, sondern aus Makedonien. Es heißt, dass die ägyptische Kleopatra VII. von 51 bis 30 vor unserer Zeitrechnung herrschte.

Anmerkung: Gaius Iulius Caesar stammte aus dem Geschlecht der Iulier, siehe Iulus" -> https://www.mythologie-antike.com/t460- ... r-des-tros
Marianne E.
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Eine kleine Korrektur:

Marcus Antonius wurde der Geliebte von Kleopatra.
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Holger1969
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Holger1969 hat geschrieben: 07.08.2023, 13:40
Barbarossa hat geschrieben: 10.12.2013, 17:29 Oft werden die Ptolemäer gar nicht mehr als "Pharaonen" bezeichnet, sondern "nur" als "Könige". Hintergrund könnte die ausländische Herkunft der Dynastie sein.
Aber was ist nun korrekt? Oder ist das eigentlich egal?
Stimmt, die Ptolemäer stammten aus Makedonien: "Die berühmteste Kleopatra aller Kleopatra`s und aller Zeiten ist die ägyptische Kleopatra VII. Diese Kleopatra ist weltberühmt, weil sie als Gemahlin des Gaius Iulius Caesar überliefert wird und nach dessen Ermordung die Geliebte des Marcus Antonius wurde. Die ägyptische Kleopatra VII. gilt als letzte Königin des ägyptischen Ptolemäerreiches und zugleich als letzter weiblicher Pharao. Datiert wird die ägyptische Kleopatra VII. Philopator (altgriechisch Κλεοπάτρα Θεά Φιλοπάτωρ) auf * 69 v. Chr. in Alexandria; † 12. August 30 v. Chr.

Der Name Kleopatra stammt nicht aus Ägypten, sondern aus Makedonien. Es heißt, dass die ägyptische Kleopatra VII. von 51 bis 30 vor unserer Zeitrechnung herrschte.

Anmerkung: Gaius Iulius Caesar stammte aus dem Geschlecht der Iulier, siehe Iulus" -> https://www.mythologie-antike.com/t460- ... r-des-tros
Gemäß Diodor war Makedon ein Sohn des Osiris und Bruder des Anubis, daher die makedonischen Wurzeln:

"Diodor (altgriechisch Διόδωρος ὁ Σικελιώτης Diódōros ho Sikeliṓtēs, latinisiert Diodorus Siculus ‚Diodor von Sizilien‘) wird als antiker griechischer Geschichtsschreiber des späten Hellenismus überliefert. Datiert wird Diodor auf die 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung.

Der ägyptische Gott des Jenseits und der Wiedergeburt (siehe auch Phönix / Phoenix / Phoínix) heißt Osiris. Gemäß Diodor war Makedon ein Sohn des Osiris und Bruder des Anubis.

Anubis ist der ägyptische Gott der Bestattungsriten und Mumifizierung. Osiris soll Makedon demnach in Makedonien als Herrscher zurückgelassen haben. Bildlich wird Makedon mit Hunden / Wölfen assoziiert. Anubis trägt ein Hundefell, der Oberkörper des Makedon wird als Gestalt von einem Wolf beschrieben. Mythologisch wurde Lykaon >> von Zeus in einen Wolf verwandelt. Manche Autoren sehen daher auch einen Zusammenhang zwischen Makedon und Lykaon. Lykaon und Makedon bilden die Grundlage für die Mythen über Werwölfe, siehe auch Lamien >> -> Wrykólakas.

Es gibt eine Filmreihe mit dem Titel "Underworld." Dort befinden sich Werwölfe im Kampf gegen Vampire. Die Werwölfe werden in dieser Filmreihe "Lykaner" bezeichnet, abgeleitet von Lykaon.

Filmreihe Underworld, siehe Wikipedia

Die Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf wird Lykanthropie bezeichnet, ebenfalls abgeleitet von Lykaon aus der griechischen Mythologie." -> https://www.mythologie-antike.com/t727- ... -makedonen
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